Edward Norton (41)

Zum Darsteller:

Edward Norton wuchs als ältestes von drei Kindern in Maryland auf. Schon früh wollte er Schauspieler werden. In der Schule und später am College ging er seinem Hobby nach – und löste Begeisterung beim Publikum aus. Er studierte in Yale Geschichte. Nach seinem Abschluss 1991 ging er nach Japan, um dort für die Wohltätigkeitsorganisation seines Großvaters zu arbeiten. In dieser Zeit lernte er japanisch, er spricht es heute fließend.
Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Kellner und spielte in einigen unbekannten Produktionen mit. Seine erste Hauptrolle übernahm der überzeugte Nicht-Raucher in Zwielicht, nachdem Leonardo DiCaprio abgesagt hatte und das Projekt zu scheitern drohte. Er setzte sich gegen 2000 Bewerber durch. Für die Rolle des unter Mordverdacht stehenden Ministranten bekam er eine Oscar-Nominierung. In Hollywood wurde er als der beste Newcomer seit Jahren gefeiert.
Von nun an konnte Norton sich die Rollen aussuchen. Er spielte in Woody Allens Everybody say I love you (1996). Bei den Dreharbeiten lernte er Courtney Love kennen, mit der er zwei Jahre liiert war. Ebenfalls in diesem Jahr spielte er den Anwalt des Hustler-Gründers Larry Flint im gleichnamigen Film.
Er machte sich einen Spaß daraus, bei mehreren Konzerten von Courtney Love’s Band „Hole“ als Gitarrist aufzutreten. In dieser Zeit war er aber noch nicht so bekannt. Das Jahr 1996 war ein schweres für den jungen Schauspieler: innerhalb eines Jahres starben sein Großvater und seine Mutter.
Norton überzeugt durch die ruhige, eindringliche und authentische Interpretation seiner Rollen. Er sucht sich seine Rollen nicht nach Geld, sondern nach Anspruch aus. So war ihm die Rolle eines Neonazis, der bekehrt wird, in American History X nicht zu schwierig. Im Gegenteil, er überzeugte auf ganzer Linie in dieser schockierenden Darstellung. Lohn war seine zweite Oscarnominierung, diesmal als bester Hauptdarsteller. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade einmal 30. Für seinen nächsten Film, Fight Club, nahm er mehrere Kilo ab. Der Film war schauspielerisch recht anspruchslos, dafür wurde Norton einem weiten Publikum bekannt.
2000 versuchte sich Norton als Regisseur. Er übernahm in Glauben ist alles auch gleich die Hauptrolle. Der Film handelt von zwei befreundeten Priestern, die eine alte Freundin wieder treffen und sich beide in sie verlieben. 2001 spielte er an der Seite von Robert de Niro in The Score, ein Jahr später übernahm er eine Rolle im Künstlerdrama Frida an der Seite seiner damaligen Freundin Salma Hayek. Seit 2003 gehen die beiden aber getrennte Wege.
Norton ist nie ein abgehobener Star geworden. Er selbst sagt, er schätze sein Privatleben und könne es sich nicht vorstellen, nicht in der New Yorker Subway zu fahren, wenn er mal zu berühmt wäre. Er ist definitiv einer der talentiertesten Schauspieler Hollywoods und wird in den nächsten Jahren immer ein heißer Oscar-Kandidat sein.
2006 war er mit dem Historien-Drama The Illusionist in die deutschen Kinos zu sehen. Er spielt darin überzeugend einen Magier im 19. Jahrhundert.
cmh

Filme mit Edward Norton auf film-streifen.de:

The Illusionist (2006)
The Italian Job - Jagd auf Millionen (2003)
The Score (2001)
Glauben ist alles (2000)
Fight Club (1999)
American History X (1998)

Pride and Glory (Preview-Bereich)

Daten:
Geburtsdatum: 18.08.1969
Nationalität:
Nominierungen: 2 Oscar Nominierungen 2 Oscar Nominierungen


Durchschnittliche Bewertung aller Filme des Darstellers: 3.6
 

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